Casino mit GGL-Lizenz: Woran Sie legale Anbieter erkennen
Casino mit GGL-Lizenz: Nur lizenzierte Anbieter sind legal. Was Googles Werberichtlinie, die GGL und die geplante EU-Whitelist bedeuten.

Kurz zusammengefasst
- Online-Glücksspiel ist in Deutschland nur mit gültiger GGL-Lizenz erlaubt.
- Bei Google Ads dürfen seit der Richtlinie vom September nur noch Anbieter mit GGL-Lizenz werben.
- In der organischen Suche bleiben auch Anbieter ohne Lizenz sichtbar.
- Eine EU-weite Whitelist lizenzierter Anbieter ist angekündigt, aber ohne Starttermin.
Ein Casino mit GGL-Lizenz ist in Deutschland die einzige legale Form des Online-Glücksspiels. Nach GoogleWatchBlog ist Online-Glücksspiel nur erlaubt, wenn der Anbieter eine gültige Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder hat. Auch bei Google gilt das: In der Werbung sind nur noch lizenzierte Anbieter zugelassen. In der normalen Suche sieht es anders aus.
Casino mit GGL-Lizenz: Was der rechtliche Rahmen verlangt
Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist im Juli 2021 in Kraft getreten, so GoogleWatchBlog. Er macht die GGL-Lizenz zur Voraussetzung für legales Online-Glücksspiel. Die GGL ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, wie Gaming Intelligence schreibt.
Auch Werbung und Platzierung in Suchmaschinen wie Google sind laut GoogleWatchBlog unter bestimmten Bedingungen zulässig. Das Blog nennt die Bedingungen nicht im Einzelnen.
Eine Übersicht zugelassener Anbieter finden Sie auf unserer Seite zu Online-Casinos mit deutscher Lizenz. Wie das amtliche Verzeichnis funktioniert, erklärt der Beitrag zur GGL-Whitelist.
Google Ads: Nur noch Werbung mit Lizenz
Google hat seine Werberichtlinie für Glücksspiel in Deutschland überarbeitet. GoogleWatchBlog nennt dafür den September 2024. Gaming Intelligence berichtet von einer Veröffentlichung am 25. September, nennt aber kein Jahr.
Die wichtigsten Punkte:
- Über ads.google.com dürfen nur Anbieter mit offizieller GGL-Lizenz werben.
- Vergleichsseiten, die auf nicht lizenzierte Plattformen verlinken, sind von Google Ads ausgeschlossen.
- Die Regel gilt laut Gaming Intelligence auch für Glücksspiel-Affiliate-Websites.
- Die Maßnahme entstand aus einem direkten Austausch zwischen Google und der GGL, um Werbung für illegale Angebote zu vermeiden.
Die GGL arbeitet nach Angaben von Gaming Intelligence seit 2023 eng mit Google zusammen. Das führte zu konstruktiven Gesprächen und mündete in die neue Richtlinie.
Warum Google bei Anzeigen strenger ist als bei der Suche? Laut GoogleWatchBlog ist Google Ads stärker reguliert, weil Google als Anbieter der Werbefläche unter Umständen haftbar gemacht werden kann.
Erste Bilanz der GGL
Die GGL zieht eine positive Zwischenbilanz. In den ersten Wochen nach Inkrafttreten stellte sie keine bezahlten Anzeigen nicht lizenzierter Anbieter bei Google Ads fest. Auch nicht zugelassene Affiliates wurden seit dem Update nicht festgestellt. Beides berichtet Gaming Intelligence.
GGL-Chef Ronald Benter sagte dort: „In our view, the amended advertising guideline is currently having a clear effect.“ Die deutschen und englischen Quellen bezeichnen Benter unterschiedlich: GoogleWatchBlog nennt ihn „Vorstand“, Gaming Intelligence „chief executive“.
Laut GoogleWatchBlog sind Anzeigen für illegales Online-Glücksspiel seitdem deutlich zurückgegangen. Das gilt vor allem für Vergleichsportale.
Die GGL will die Entwicklung weiter beobachten. Sie bleibt mit Google im Kontakt, um die Werbemöglichkeiten illegaler Anbieter weiter einzuschränken.
Die Lücke: organische Suche
Ein lizenziertes Angebot ist bei Google nicht automatisch gut zu finden. Laut GoogleWatchBlog haben lizenzierte Anbieter trotz Legalität keine hohe Sichtbarkeit. Oft dominieren Seiten aus dem Ausland oder Portale ohne rechtlich gesicherte Inhalte.
Der Grund: Organische Treffer hängen weiter stark von der Suchmaschinenoptimierung ab. Illegale Anbieter können so auch ohne Lizenz sichtbar bleiben.
Gaming Intelligence berichtet, dass die GGL weiterhin besorgt ist. Manche Schwarzmarktanbieter erzielen demnach hohe Rankings durch intensives Linkmarketing oder die Manipulation von Suchmaschinenrankings. Benter sieht laut GoogleWatchBlog beim Thema SEO weiteren Handlungsbedarf und Potenzial für weitere Einschränkungen gemeinsam mit Google.
Für Nutzer heißt das: Ein hoher Platz in den Suchergebnissen sagt nichts über die Lizenz. GoogleWatchBlog rät, vor dem Spielen zu prüfen, ob die Plattform seriös ist und der Anbieter eine gültige Lizenz hat. Welche Angebote als nicht erlaubt gelten, sammelt unsere Liste illegaler Online-Casinos.
EU-Whitelist: Was angekündigt ist
Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) baut nach eigenen Angaben mit Google eine EU-weite Liste lizenzierter Anbieter auf. Das berichtet AffPapa. Google soll damit nicht lizenzierte Werbetreibende erkennen und blockieren können. KSA-Vorsitzender Michel Groothuizen teilte den Plan in einem Kommentar vom 14. Oktober 2026 mit.
Die Initiative geht auf Treffen in Dublin im Jahr 2026 zurück. Dort vereinbarten die KSA und andere europäische Regulierer mit Google und Meta eine gemeinsame Task Force. SCCG Management nennt das Frühjahr 2026 als Zeitpunkt. Die Task Force soll eine Datenbank zugelassener Betreiber je nationaler Rechtsordnung zusammenstellen.
Vieles ist offen:
- Einen Starttermin nennt AffPapa nicht.
- Laut SCCG Management ist unklar, ob die Beschränkungen Google Ads, organische Ergebnisse oder beides betreffen.
- Die beteiligten Behörden und der Zeitplan wurden nicht bekannt gegeben.
- Eine Beteiligung der deutschen GGL nennen die Quellen nicht.
Zum Konzept einer Positivliste lesen Sie auch unseren Beitrag zur Whitelist für Glücksspiel in Deutschland.
Groothuizen zeigte sich laut AffPapa kämpferisch. Tech-Plattformen profitierten von illegalen Glücksspielanzeigen und hätten wenig Anlass, sie einzuschränken. Er sagte: „Voluntarily giving this up or imposing substantial restrictions on themselves goes squarely against their business model. Yet that is what we demand of them, preferably amicably, if necessary by force.“ Als mögliche Grundlagen für ein Verfahren nannte er niederländisches Recht und den Digital Services Act. Die Durchsetzung gegen die größten Plattformen liegt bei der Europäischen Kommission. Ein Verfahren könnte bis zu fünf Jahre dauern.
Die KSA hat ihren Fokus auf Sichtbarkeit und Zahlungen verlagert, weil Bußgelder von nicht lizenzierten Betreibern schwer einzutreiben waren. Zahlen aus den Niederlanden: Rund 90 % der Spieler nutzen fünf Jahre nach der Marktöffnung nur lizenzierte Seiten. Dennoch fließt rund die Hälfte der Ausgaben an illegale Betreiber, so AffPapa.
Anbieter ohne GGL-Erlaubnis
Nicht jede Marke, die online präsent ist, hat eine deutsche Erlaubnis. Nach unserer Prüfung besitzen diese fünf Anbieter keine Erlaubnis der Aufsichtsbehörde (GGL). Sie stehen nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter:
- Spinboss
- Wintino
- Lizaro
- Lucky Meister
- Godz Casino
Für Spieler in Deutschland heißt das nach der Rechtslage oben: Ohne gültige GGL-Lizenz ist das Angebot nicht erlaubt. Einen Überblick über legale Angebote bietet unsere Startseite zu lizenzierten Online-Casinos.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein Casino mit GGL-Lizenz?
Es bedeutet, dass der Anbieter eine gültige Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Nur dann ist Online-Glücksspiel in Deutschland erlaubt. Die rechtliche Grundlage ist der Glücksspielstaatsvertrag, der im Juli 2021 in Kraft getreten ist.
Dürfen Casinos ohne GGL-Lizenz bei Google werben?
Bei Google Ads nicht. Seit der überarbeiteten Richtlinie dürfen nur Anbieter mit GGL-Lizenz über ads.google.com werben. Vergleichsseiten mit Links auf nicht lizenzierte Plattformen sind ausgeschlossen. In der organischen Suche können unlizenzierte Seiten dagegen weiter auftauchen.
Hat die neue Google-Richtlinie gewirkt?
Die GGL sieht eine klare Wirkung. Sie stellte nach dem Update keine bezahlten Anzeigen nicht lizenzierter Anbieter und keine nicht zugelassenen Affiliates fest. Bei der organischen Suche sieht sie weiter Handlungsbedarf.
Wann kommt die EU-Whitelist?
Das ist offen. AffPapa nennt keinen Starttermin. Auch der Umfang, also Google Ads, organische Suche oder beides, und die beteiligten Behörden sind laut SCCG Management nicht geklärt.
Quellen
- GoogleWatchBlog — Wie Googles Suche die Sichtbarkeit regulierter Glücksspielangebote verändert
- Gaming Intelligence — German gambling regulator welcomes new Google Ads update
- AffPapa — Netherlands & Google to build EU list of licensed operators
- SCCG Management — Google e Reguladores Europeus Desenvolvem Lista Branca de Operadores Licenciados
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