Stand 22.10.2026: Google Ads nur mit GGL-Lizenz · Organische Suche bleibt Lücke · EU-Whitelist ohne Starttermin · 5 Marken ohne GGL-Erlaubnis · Was gilt für Casinos bei Google?
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Deutsche Lizenz

Welche Online Casinos mit deutscher Lizenz sind in Deutschland erlaubt?

Online Casinos mit deutscher Lizenz brauchen eine GGL-Erlaubnis. Was Googles Werberichtlinie ändert, wo Lücken bleiben und was die EU-Whitelist bringen soll.

Von der Redaktion Glücksspiel Monitor 6 Min. Lesezeit
Welche Online Casinos mit deutscher Lizenz sind in Deutschland erlaubt?

Kurz zusammengefasst

  • Online Casinos mit deutscher Lizenz haben eine gültige Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
  • Nur solche Anbieter dürfen Online-Glücksspiel in Deutschland anbieten und seit September 2024 über Google Ads werben.
  • In der organischen Google-Suche sind auch nicht lizenzierte Anbieter weiter sichtbar.
  • Eine EU-weite Whitelist lizenzierter Anbieter ist angekündigt, Starttermin und Umfang sind offen.

Online Casinos mit deutscher Lizenz sind Anbieter, die eine gültige Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen. Nur sie dürfen laut GoogleWatchBlog Online-Glücksspiel in Deutschland anbieten. Seit September 2024 dürfen auch nur noch sie über Google Ads werben. Stand der Informationen: 22. Oktober 2026.

Der rechtliche Rahmen: Ohne GGL-Lizenz kein legales Angebot

Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist im Juli 2021 in Kraft getreten, so der GoogleWatchBlog. Seitdem gilt eine klare Regel: Online-Glücksspiel ist nur mit gültiger GGL-Lizenz erlaubt.

Die GGL ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Das bestätigt auch Gaming Intelligence.

Auch Werbung und die Platzierung in Suchmaschinen wie Google sind laut GoogleWatchBlog unter bestimmten Bedingungen zulässig. Entscheidend ist also die Lizenz, nicht der Kanal.

Welche Seiten diese Lizenz tragen, zeigt unsere Übersicht zur GGL-Whitelist. Einen Überblick über das legale Angebot finden Sie außerdem auf der Startseite.

Googles Werberichtlinie: Nur noch Anbieter mit GGL-Lizenz

Google hat im September 2024 seine Werberichtlinie für Glücksspiel in Deutschland überarbeitet. Das schreibt der GoogleWatchBlog. Gaming Intelligence nennt als Veröffentlichungsdatum den 25. September, ohne ein Jahr anzugeben.

Die wichtigsten Punkte:

Die Maßnahme entstand aus einem direkten Austausch zwischen Google und der GGL. Ziel war es, Werbung für illegale Angebote zu vermeiden. Die GGL arbeitet nach Angaben von Gaming Intelligence seit 2023 eng mit Google zusammen. Diese Gespräche seien konstruktiv gewesen und hätten in die neue Richtlinie gemündet.

Google Ads ist laut GoogleWatchBlog stärker reguliert als die reine Suche. Der Grund: Google kann als Anbieter der Werbefläche unter Umständen haftbar gemacht werden.

Wie die GGL die Wirkung bewertet

Die GGL zieht eine positive Bilanz. In den ersten Wochen nach Inkrafttreten stellte sie laut Gaming Intelligence keine bezahlten Anzeigen nicht lizenzierter Anbieter bei Google Ads fest. Auch nicht zugelassene Affiliates fielen seit dem Update nicht auf.

Der GoogleWatchBlog berichtet, Anzeigen für illegales Online-Glücksspiel seien seitdem deutlich zurückgegangen. Das gelte besonders für Vergleichsportale.

GGL-Chef Ronald Benter sagte laut Gaming Intelligence: „In our view, the amended advertising guideline is currently having a clear effect.“ Die beiden deutschen Quellen bezeichnen Benter unterschiedlich: Der GoogleWatchBlog nennt ihn „Vorstand“, Gaming Intelligence „chief executive“.

Die GGL will die Entwicklung weiter beobachten. Sie bleibt mit Google im Kontakt, um die Werbemöglichkeiten illegaler Anbieter weiter einzuschränken.

Organische Suche: Hier bleibt die Lücke

Bei bezahlter Werbung greift die Richtlinie. Bei den normalen Suchergebnissen ist das Bild anders. Lizenzierte Anbieter haben laut GoogleWatchBlog trotz Legalität keine hohe Sichtbarkeit auf Google. Oft dominieren Seiten aus dem Ausland oder Portale ohne rechtlich gesicherte Inhalte.

Organische Treffer hängen weiterhin stark von der Suchmaschinenoptimierung ab. Illegale Anbieter können so auch ohne Lizenz sichtbar bleiben.

Die GGL ist deshalb weiter besorgt. Laut Gaming Intelligence erzielen manche Schwarzmarktanbieter hohe organische Rankings durch intensives Linkmarketing oder die Manipulation von Suchmaschinenrankings. Nach Angaben des GoogleWatchBlog sieht Benter beim Thema SEO weiteren Handlungsbedarf. Die GGL sieht hier Potenzial für weitere Einschränkungen in Zusammenarbeit mit Google.

Für Leser heißt das: Ein hoher Platz in den Suchergebnissen sagt nichts über eine Lizenz aus. Eine Orientierung bietet unsere Liste illegaler Online-Casinos.

Anbieter ohne GGL-Erlaubnis

Nicht jeder bekannte Name im Netz hat eine deutsche Lizenz. Nach unseren Angaben besitzen diese fünf Anbieter keine Erlaubnis der Aufsichtsbehörde GGL. Sie stehen nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter:

Wer ein Casino mit GGL-Lizenz sucht, findet Hintergründe auf der Seite Casino mit GGL-Lizenz.

EU-Whitelist: Was angekündigt ist und was offen bleibt

Auch auf europäischer Ebene tut sich etwas. Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) baut nach eigenen Angaben mit Google eine EU-weite Liste lizenzierter Anbieter auf. Das berichtet AffPapa. Die Liste soll Google helfen, nicht lizenzierte Werbetreibende zu erkennen und zu blockieren. KSA-Vorsitzender Michel Groothuizen teilte den Plan in einem Kommentar vom 14. Oktober 2026 mit.

Die Initiative geht laut AffPapa auf Treffen in Dublin im Jahr 2026 zurück. Dort vereinbarten die KSA und andere europäische Regulierer mit Google und Meta eine gemeinsame Task Force. SCCG Management datiert das Treffen auf das Frühjahr 2026. Die Task Force konzentriert sich demnach darauf, eine Datenbank zugelassener Betreiber je nationaler Rechtsordnung zusammenzustellen.

Vieles ist noch offen:

Mehr zum Thema bieten die Seiten zur Online-Casino-Whitelist und zur Whitelist-Debatte.

Die Haltung der KSA

Groothuizen sagte laut AffPapa, Tech-Plattformen profitierten von illegalen Glücksspielanzeigen und hätten wenig Anlass, sie einzuschränken. Er fügte hinzu: „Voluntarily giving this up or imposing substantial restrictions on themselves goes squarely against their business model. Yet that is what we demand of them, preferably amicably, if necessary by force.“

Als mögliche Grundlagen für ein Verfahren nannte er niederländisches Recht und den Digital Services Act. Die Durchsetzung gegen die größten Plattformen liegt bei der Europäischen Kommission. Ein Verfahren könnte bis zu fünf Jahre dauern.

Die KSA hat ihren Fokus auf Sichtbarkeit und Zahlungen verlagert. Bußgelder von nicht lizenzierten Betreibern waren schwer einzutreiben. SCCG Management zufolge räumte Groothuizen ein, dass Geldbußen besonders bei Sitz im Ausland begrenzt wirken.

Zahlen aus den Niederlanden

Fünf Jahre nach der Marktöffnung nutzen rund 90 % der niederländischen Spieler ausschließlich lizenzierte Seiten. Dennoch fließt laut AffPapa rund die Hälfte der Online-Glücksspielausgaben an illegale Betreiber. SCCG Management beschreibt dies als einen Euro im illegalen Markt je einem Euro im regulierten Markt.

Risiken und offene Punkte

Die Werbung ist besser kontrolliert, die Suche bleibt die Schwachstelle. Nach Einschätzung der GGL hängen die Rankings dort von SEO und Linkmarketing ab. Die EU-Whitelist kann daran vorerst wenig ändern, weil Umfang und Termin offen sind. Ein DSA-Verfahren gegen Plattformen könnte laut Groothuizen bis zu fünf Jahre dauern.

Der GoogleWatchBlog rät Nutzern, vor dem Spielen zu prüfen, ob die Plattform seriös ist und der Anbieter eine gültige Lizenz hat.

Häufige Fragen

Was sind Online Casinos mit deutscher Lizenz?

Das sind Anbieter mit einer gültigen Lizenz der GGL. Nur sie dürfen Online-Glücksspiel in Deutschland legal anbieten. Die Regel gilt seit dem Glücksspielstaatsvertrag vom Juli 2021.

Dürfen nicht lizenzierte Anbieter bei Google Ads werben?

Nein. Seit der Richtlinienänderung im September 2024 dürfen laut GoogleWatchBlog nur noch Anbieter mit GGL-Lizenz über Google Ads werben. Vergleichsseiten mit Links zu nicht lizenzierten Plattformen sind ausgeschlossen.

Gibt es schon eine EU-weite Whitelist lizenzierter Anbieter?

Noch nicht. Die KSA hat den Aufbau mit Google angekündigt. Einen Starttermin nennt AffPapa nicht. Auch der Umfang und die beteiligten Behörden sind laut SCCG Management offen.

Wie erkenne ich, ob ein Anbieter eine deutsche Lizenz hat?

Prüfen Sie, ob der Anbieter eine gültige GGL-Lizenz besitzt. Der GoogleWatchBlog rät zu dieser Prüfung vor dem Spielen. Ein hoher Platz bei Google ist kein Beleg für Legalität. Eine Orientierung gibt unsere Seite zur GGL-Whitelist.

Quellen

Verantwortungsvolles Spielen

Inhalte für Personen ab 18 Jahren. Wir bieten keine Wetten und keine Links zu Wettanbietern an. Hilfe bei Glücksspielproblemen: BZgA-Telefonberatung 0800 1 37 27 00 (kostenlos).

Anbieter ohne GGL-Erlaubnis nachschlagenDie Liste zeigt, welche Marken nicht im amtlichen GGL-Verzeichnis stehen, und erklärt, worauf bei der Prüfung zu achten ist.
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