Lizaro: Hat der Anbieter eine deutsche Erlaubnis?
Lizaro besitzt laut Stand 22. Oktober 2026 keine Erlaubnis der GGL. Was das rechtlich bedeutet und wie Google gegen nicht lizenzierte Anbieter vorgeht.

Kurz zusammengefasst
- Lizaro besitzt keine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und steht nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter.
- Online-Glücksspiel ist in Deutschland nur mit gültiger GGL-Lizenz erlaubt, und Google Ads lässt seit der überarbeiteten Richtlinie nur noch lizenzierte Anbieter zu.
- Die organische Suche bleibt eine Lücke, und eine EU-weite Whitelist lizenzierter Anbieter ist angekündigt, hat aber noch keinen Starttermin.
Nein. Lizaro besitzt keine Erlaubnis der Aufsichtsbehörde GGL und steht nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter. Das gilt nach unserer Prüfung vom 22. Oktober 2026. Online-Glücksspiel ist in Deutschland nur mit gültiger GGL-Lizenz erlaubt. Diese Seite ordnet den Status von Lizaro ein und zeigt, wie Google und Behörden mit nicht lizenzierten Angeboten umgehen.
Lizaro im Überblick: Status ohne GGL-Erlaubnis
Die Kernaussage lässt sich kurz fassen:
- Anbieter: Lizaro
- GGL-Erlaubnis: keine
- Amtliches Verzeichnis der zugelassenen Anbieter: nicht enthalten
- Stand der Prüfung: 22. Oktober 2026
Die Quellen, die wir für den Hintergrund auswerten, nennen Lizaro nicht. Sie behandeln Googles Umgang mit Glücksspielwerbung und die geplante EU-Whitelist. Über Lizaro selbst enthält diese Seite deshalb nur die Angabe zum Lizenzstatus.
Lizaro steht mit dieser Einstufung nicht allein. Auch Spinboss hat keine GGL-Erlaubnis. Eine Übersicht dazu bietet unsere Liste illegaler Online-Casinos. Wer Anbieter mit Erlaubnis sucht, findet Hinweise unter Online-Casinos mit deutscher Lizenz.
Rechtlicher Rahmen: Was in Deutschland gilt
Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist im Juli 2021 in Kraft getreten, wie der GoogleWatchBlog schreibt. Seitdem gilt: Online-Glücksspiel ist nur erlaubt, wenn der Anbieter eine gültige Lizenz der GGL hat. Die GGL ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, so Gaming Intelligence.
Der Blog weist außerdem darauf hin, dass Werbemaßnahmen und die Platzierung in Suchmaschinen wie Google unter bestimmten Bedingungen zulässig sind. Die Lizenz bleibt dabei der entscheidende Punkt.
Für Lizaro heißt das: Ohne GGL-Erlaubnis fehlt die Grundlage für ein legales Angebot in Deutschland. Das ist keine Frage der Aufmachung einer Webseite. Maßgeblich ist der Eintrag im amtlichen Verzeichnis.
Google, Werbung und nicht lizenzierte Anbieter
Für Anbieter ohne Erlaubnis wird es bei Google enger. Laut GoogleWatchBlog hat Google im September 2024 seine Werberichtlinie für Glücksspielangebote in Deutschland überarbeitet. Die wichtigsten Punkte:
- Es dürfen nur noch Anbieter mit offizieller GGL-Lizenz über ads.google.com werben.
- Vergleichsseiten, die auf nicht lizenzierte Plattformen verlinken, sind von Google Ads ausgeschlossen.
- Die Maßnahme entstand aus einem direkten Austausch zwischen Google und der GGL.
Gaming Intelligence berichtet, das Update sei am 25. September veröffentlicht worden. Ein Jahr nennt der Artikel nicht. Die Richtlinie gilt demnach auch für Glücksspiel-Affiliate-Websites. Die GGL arbeitet seit 2023 eng mit Google an dem Thema zusammen. Das führte zu konstruktiven Gesprächen und mündete in die neue Richtlinie.
Warum Google Ads strenger geregelt ist als die reine Suche, erklärt der GoogleWatchBlog: Google kann als Anbieter der Werbefläche unter Umständen haftbar gemacht werden.
Bewertung durch die GGL
Die GGL stellte in den ersten Wochen nach Inkrafttreten der Richtlinie keine bezahlten Anzeigen nicht lizenzierter Anbieter bei Google Ads fest. Seit dem Update wurden laut Gaming Intelligence auch keine nicht zugelassenen Affiliates festgestellt. GGL-Chef Ronald Benter sagte dort: „In our view, the amended advertising guideline is currently having a clear effect.“
Der GoogleWatchBlog meldet, Anzeigen für illegales Online-Glücksspiel seien seitdem deutlich zurückgegangen, besonders auf Vergleichsportalen. Die GGL will die Entwicklung weiter beobachten und mit Google im Kontakt bleiben. Ziel sind weitere Einschränkungen für illegale Anbieter.
Die Lücke: organische Suche
Bei den normalen Suchergebnissen ist das Bild schwieriger. Lizenzierte Anbieter haben laut GoogleWatchBlog trotz Legalität keine hohe Sichtbarkeit. Oft dominieren Seiten aus dem Ausland oder Portale ohne rechtlich gesicherte Inhalte. Organische Treffer hängen weiter stark von der Suchmaschinenoptimierung ab. Illegale Anbieter können deshalb auch ohne Lizenz sichtbar bleiben.
Die GGL teilt diese Sorge. Laut Gaming Intelligence erzielen manche Schwarzmarktanbieter hohe organische Rankings durch intensives Linkmarketing oder die Manipulation von Suchmaschinenrankings. Benter sieht laut GoogleWatchBlog beim Thema SEO weiteren Handlungsbedarf.
Ein Treffer in der Suche sagt also nichts über die Rechtmäßigkeit eines Anbieters. Das gilt auch, wenn ein Name wie Lizaro dort auftaucht.
EU-Whitelist und offene Fragen
Zusätzlich zu den nationalen Schritten wird eine europäische Lösung vorbereitet. Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) baut nach eigenen Angaben mit Google eine EU-weite Liste lizenzierter Anbieter auf, wie AffPapa berichtet. Die Liste soll Google ermöglichen, nicht lizenzierte Werbetreibende zu erkennen und zu blockieren. KSA-Vorsitzender Michel Groothuizen teilte den Plan in einem Kommentar vom 14. Oktober 2026 mit.
Die Initiative geht laut AffPapa auf Treffen in Dublin im Jahr 2026 zurück. Dort setzten sich die KSA und andere europäische Regulierer mit Google und Meta zusammen und vereinbarten eine gemeinsame Task Force. SCCG Management nennt das Frühjahr 2026 als Zeitpunkt. Die Task Force konzentriert sich demnach darauf, eine Datenbank zugelassener Betreiber je nationaler Rechtsordnung zusammenzustellen.
Viele Punkte sind noch offen:
- Ein Starttermin für die Liste wurde nicht genannt.
- Unklar ist, ob die Beschränkungen Google Ads, organische Suchergebnisse oder beides betreffen.
- Die beteiligten Behörden und der Zeitplan für den Abschluss sind laut SCCG Management nicht bekannt.
- Die Quellen nennen keine Beteiligung der deutschen GGL.
Mehr zur deutschen Liste lesen Sie in unserem Beitrag zur GGL-Whitelist.
Haltung der KSA
Groothuizen zeigte sich laut AffPapa skeptisch gegenüber den Tech-Plattformen. Sie profitierten von illegalen Glücksspielanzeigen und hätten wenig Anlass, diese einzuschränken. Er sagte: „Voluntarily giving this up or imposing substantial restrictions on themselves goes squarely against their business model. Yet that is what we demand of them, preferably amicably, if necessary by force.“
Als mögliche Grundlagen für ein Verfahren nannte er niederländisches Recht und den Digital Services Act der EU. Die Durchsetzung gegen die größten Plattformen liegt bei der Europäischen Kommission. Ein Verfahren könnte bis zu fünf Jahre dauern.
Die KSA setzt außerdem stärker auf Sichtbarkeit und Zahlungen, weil sich Bußgelder bei nicht lizenzierten Betreibern schwer eintreiben ließen.
Häufige Fragen
Hat Lizaro eine GGL-Erlaubnis?
Nein. Lizaro besitzt keine Erlaubnis der GGL und ist nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter eingetragen. Stand der Prüfung ist der 22. Oktober 2026.
Wie prüfe ich, ob ein Anbieter eine Lizenz hat?
Der GoogleWatchBlog rät, vor dem Spielen zu prüfen, ob die Plattform seriös ist und der Anbieter eine gültige Lizenz hat. Ausschlaggebend ist der Eintrag im amtlichen Verzeichnis der GGL. Hilfreich ist auch unser Überblick zur Online-Casino-Whitelist.
Darf Google für nicht lizenzierte Anbieter werben?
In Deutschland nicht über Google Ads. Seit der überarbeiteten Richtlinie dürfen nur Anbieter mit offizieller GGL-Lizenz dort werben. Vergleichsseiten mit Links auf nicht lizenzierte Plattformen sind ausgeschlossen. In der organischen Suche können nicht lizenzierte Seiten dagegen weiterhin auftauchen.
Gibt es die EU-Whitelist schon?
Nein. Laut AffPapa wurde kein Starttermin genannt. Auch Umfang und beteiligte Behörden sind offen.
Quellen
- GoogleWatchBlog — Wie Googles Suche die Sichtbarkeit regulierter Glücksspielangebote verändert
- AffPapa — Netherlands & Google to build EU list of licensed operators
- SCCG Management — Google e Reguladores Europeus Desenvolvem Lista Branca de Operadores Licenciados para Reduzir Apostas Ilegais
- Gaming Intelligence — German gambling regulator welcomes new Google Ads update
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