Stand 22.10.2026: Google Ads nur mit GGL-Lizenz · Organische Suche bleibt Lücke · EU-Whitelist ohne Starttermin · 5 Marken ohne GGL-Erlaubnis · Was gilt für Casinos bei Google?
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Anbieterprüfung

Wintino: Hat der Anbieter eine GGL-Lizenz in Deutschland?

Wintino besitzt keine Erlaubnis der GGL und steht nicht im amtlichen Verzeichnis. Was das bedeutet und wie Google und Behörden gegen nicht lizenzierte Anbieter vorgehen.

Von der Redaktion Glücksspiel Monitor 6 Min. Lesezeit
Wintino:

Kurz zusammengefasst

  • Wintino besitzt keine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und steht nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter.
  • Google erlaubt in Deutschland seit der überarbeiteten Werberichtlinie nur noch Anzeigen von Anbietern mit GGL-Lizenz.
  • Die organische Suche bleibt eine Lücke, und eine EU-weite Whitelist lizenzierter Anbieter ist erst in Planung.

Nein. Wintino besitzt keine Erlaubnis der Aufsichtsbehörde GGL und steht nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter. Stand der Prüfung ist der 22. Oktober 2026. Online-Glücksspiel ist in Deutschland laut GoogleWatchBlog nur erlaubt, wenn der Anbieter eine gültige GGL-Lizenz hat. Dieser Text ordnet ein, was das für Wintino bedeutet und wie Google und Regulierer mit solchen Anbietern umgehen.

Wintino: Status im amtlichen Verzeichnis

Unsere Prüfung ergibt ein klares Bild. Wintino besitzt keine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Der Name taucht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter nicht auf.

Das Ergebnis im Überblick:

Mehr zur Liste der zugelassenen Anbieter finden Sie auf unserer Seite zur GGL-Whitelist. Dort erklären wir, wie das Verzeichnis aufgebaut ist und wie Sie selbst nachsehen können.

Wir verlinken nicht auf Wintino und bieten keine Wetten an. Diese Seite informiert nur über den Lizenzstatus.

Rechtlicher Rahmen: Was die GGL-Lizenz bedeutet

Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist laut GoogleWatchBlog im Juli 2021 in Kraft getreten. Seitdem gilt: Ohne gültige Lizenz der GGL darf kein Anbieter Online-Glücksspiel anbieten. Die GGL ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, wie Gaming Intelligence schreibt.

Auch Werbung und die Platzierung in Suchmaschinen wie Google sind laut GoogleWatchBlog nur unter bestimmten Bedingungen zulässig. Für Spieler heißt das: Die Lizenz ist der wichtigste Prüfpunkt. GoogleWatchBlog rät ausdrücklich, vor dem Spielen zu prüfen, ob die Plattform seriös ist und der Anbieter eine gültige Lizenz hat.

Wer Anbieter mit deutscher Erlaubnis sucht, findet eine Übersicht unter Online-Casinos mit deutscher Lizenz. Ein Gegenstück zu Fällen wie Wintino ist unsere Liste illegaler Online-Casinos.

Google und nicht lizenzierte Anbieter

Wintino ist nicht der einzige Anbieter ohne Erlaubnis. Auch Spinboss, Lizaro, Lucky Meister und Godz Casino besitzen keine GGL-Erlaubnis und stehen nicht im Verzeichnis. Eine Einzelprüfung zu Spinboss liegt ebenfalls vor.

Wichtig ist, wie Google solche Angebote behandelt. Hier hat sich 2024 einiges geändert.

Die Werberichtlinie

Laut GoogleWatchBlog hat Google im September 2024 seine Werberichtlinie für Glücksspielangebote in Deutschland überarbeitet. Seitdem dürfen nur noch Anbieter mit offizieller GGL-Lizenz über ads.google.com werben. Vergleichsseiten, die auf nicht lizenzierte Plattformen verlinken, sind von Google Ads ausgeschlossen.

Gaming Intelligence berichtet, das Update sei am 25. September veröffentlicht worden. Die Richtlinie gilt demnach auch für Glücksspiel-Affiliate-Websites. Ein Jahr nennt der Artikel nicht.

Die Maßnahme entstand aus einem direkten Austausch zwischen Google und der GGL. Die Behörde arbeitet laut Gaming Intelligence seit 2023 eng mit Google zusammen. Das führte zu konstruktiven Gesprächen und mündete in die neue Richtlinie.

Google Ads ist laut GoogleWatchBlog stärker reguliert als die reine Suche. Als Anbieter der Werbefläche kann Google unter Umständen haftbar gemacht werden.

Wie die GGL die Wirkung bewertet

Die GGL stellte in den ersten Wochen nach Inkrafttreten keine bezahlten Anzeigen nicht lizenzierter Anbieter bei Google Ads fest. Auch nicht zugelassene Affiliates wurden seit dem Update laut Gaming Intelligence nicht festgestellt. Anzeigen für illegales Online-Glücksspiel sind laut GoogleWatchBlog deutlich zurückgegangen, besonders auf Vergleichsportalen.

GGL-Chef Ronald Benter sagte laut Gaming Intelligence: „In our view, the amended advertising guideline is currently having a clear effect.“ Die Behörde will die Entwicklung weiter beobachten. Sie bleibt mit Google im Kontakt, um die Werbemöglichkeiten illegaler Anbieter weiter einzuschränken.

Benter wird in den deutschen Quellen unterschiedlich benannt: GoogleWatchBlog nennt ihn „Vorstand“, Gaming Intelligence „chief executive“.

Die Lücke: organische Suche

Bezahlte Anzeigen sind das eine, die normale Trefferliste das andere. Hier sehen die Quellen weiter Probleme.

Die GGL ist laut Gaming Intelligence weiterhin besorgt, dass nicht lizenzierte Anbieter prominente Platzierungen erreichen. Manche Schwarzmarktanbieter erzielen demnach hohe Rankings durch intensives Linkmarketing oder die Manipulation von Suchmaschinenrankings. Benter sieht laut GoogleWatchBlog beim Thema SEO weiteren Handlungsbedarf und Potenzial für Einschränkungen in Zusammenarbeit mit Google.

Daraus folgt für Wintino und andere Anbieter ohne Erlaubnis: Ein Treffer bei Google sagt nichts über die Lizenz aus. Prüfen Sie den Status immer im amtlichen Verzeichnis. Weitere Hintergründe bietet unsere Seite zur Online-Casino-Whitelist.

EU-Whitelist: Was geplant ist und was offen bleibt

Auch auf europäischer Ebene tut sich etwas. Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) baut nach eigenen Angaben mit Google eine EU-weite Liste lizenzierter Anbieter auf, berichtet AffPapa. Die Liste soll Google helfen, nicht lizenzierte Werbetreibende zu erkennen und zu blockieren. KSA-Vorsitzender Michel Groothuizen teilte den Plan in einem Kommentar vom 14. Oktober 2026 mit.

Die Initiative geht laut AffPapa auf Treffen in Dublin im Jahr 2026 zurück. Dort vereinbarten die KSA und andere europäische Regulierer mit Google und Meta eine gemeinsame Task Force. SCCG Management nennt das Frühjahr 2026 als Zeitpunkt. Die Task Force soll eine Datenbank zugelassener Betreiber je nationaler Rechtsordnung zusammenstellen.

Noch ist vieles unklar:

  1. Ein Starttermin wurde laut AffPapa nicht genannt.
  2. Laut SCCG Management ist offen, ob die Beschränkungen Google Ads, organische Ergebnisse oder beides betreffen.
  3. Die beteiligten Behörden und der Zeitplan wurden nicht bekannt gegeben.
  4. Eine Beteiligung der deutschen GGL nennen die Quellen nicht.

Warum die KSA auf Google setzt

Groothuizen sagte, Tech-Plattformen profitierten von illegalen Glücksspielanzeigen und hätten wenig Anlass, sie einzuschränken. Sein Zitat laut AffPapa: „Voluntarily giving this up or imposing substantial restrictions on themselves goes squarely against their business model. Yet that is what we demand of them, preferably amicably, if necessary by force.“

Als mögliche rechtliche Grundlagen nannte er niederländisches Recht und den Digital Services Act der EU. Die Durchsetzung gegen die größten Plattformen liegt bei der Europäischen Kommission. Ein Verfahren könnte bis zu fünf Jahre dauern.

Die KSA hat ihren Fokus auf Online-Sichtbarkeit und Zahlungen verlagert, weil es schwierig war, Bußgelder von nicht lizenzierten Betreibern einzutreiben. Laut SCCG Management haben Geldbußen gerade bei Sitz im Ausland nur begrenzte Wirkung.

Zahlen aus den Niederlanden

Fünf Jahre nach der Marktöffnung nutzen laut AffPapa rund 90 % der Spieler ausschließlich lizenzierte Seiten. Dennoch fließt rund die Hälfte der Online-Glücksspielausgaben an illegale Betreiber. SCCG Management beschreibt das als einen Euro im illegalen Markt je einem Euro im regulierten Markt. Diese Zahlen betreffen die Niederlande, nicht Deutschland.

KSA-Abteilungsleiterin Renske Fikkers warnte laut iGamingBusiness, ein Totalverbot von Glücksspielwerbung werde eine „zunehmend realistische Option“. Aus Sicht der KSA bleibe es aber unerwünscht.

Häufige Fragen

Hat Wintino eine GGL-Lizenz?

Nein. Wintino besitzt keine Erlaubnis der GGL und steht nicht im amtlichen Verzeichnis der zugelassenen Anbieter. Das ergab unsere Prüfung am 22. Oktober 2026.

Darf Wintino bei Google Ads werben?

Laut GoogleWatchBlog dürfen seit der Richtlinie von September 2024 nur Anbieter mit GGL-Lizenz über Google Ads werben. Da Wintino keine Erlaubnis hat, fällt der Anbieter nicht unter diese Gruppe. Ob und wo er tatsächlich wirbt, haben wir nicht untersucht.

Kann ein Anbieter ohne Lizenz trotzdem bei Google auftauchen?

Ja, in der organischen Suche. Laut GoogleWatchBlog hängen die Treffer stark von Suchmaschinenoptimierung ab. Die GGL sieht hier weiter eine Lücke. Ein Suchtreffer ersetzt deshalb nie die Prüfung der Lizenz.

Wird die EU-Whitelist Wintino betreffen?

Das lässt sich heute nicht sagen. Laut AffPapa und SCCG Management gibt es weder einen Starttermin noch Angaben zum Umfang. Eine Beteiligung der GGL nennen die Quellen nicht.

Quellen

Verantwortungsvolles Spielen

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